Präventologie - 20. Mai 2012
 
 

Der gesellschaftliche Wandel und seine Folgen



"Tue Deinem Leib etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen"
                                                                                                            
                                                                                       Theresa von Avila


In den letzten 50 - 100 Jahren haben sich die Lebensbedingungen in den  Industriegesellschaften radikal verändert.
Obwohl das Gesundheitssystem, das Nahrungsangebot, das Freizeitangebot und andere Errungenschaften der Zivilisation heute für den überwiegenden Teil der Menschen zur Verfügung steht, befinden wir uns am Anfang des dritten Jahrtausends in einer biologischen Anpassungskrise, die das körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigt.

Die Gründe hierfür sind unter anderem:
  • die soziale und ökologische Umweltbelastung als Folge der allgemeinen Lebensweisen und der Luft- und Wasserverschmutzung durch die Industriegesellschaft,
  • die Fehl- und Überernährung,
  • der Genussmittel- und Arzneimittelmissbrauch,
  • der Bewegungsmangel,
  • der Stress und die Reizüberflutung,
  • das individuelle Risikoverhalten und die genetisch bedingten Risikofaktoren.

Die Lebensbedingungen und der Lebensstil der Menschen lassen sich durch Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung beeinflussen. Das Prinzip „Vorbeugen ist besser als Heilen“ besitzt – sowohl in der Medizin als auch in der Bevölkerung – unbestrittene Geltung.
Der gesellschaftliche Wandel erfordert eine neue Umgangsweise mit den Problemen von Gesundheit und Krankheit. Die Menschen müssen beginnen, über ihre zivilisierten Lebensgewohnheiten nachzudenken und entsprechend zu handeln.

Gesundheit beginnt im Kopf!

Als Präventologin® und Gesundheits-Coach begleite ich Menschen mit eigenverantwortlichem Gesundheitsbewusstsein auf ihrem Weg zu mehr Lebensqualität.


Ein wenig Geschichte:

Bereits in der griechischen Mythologie stand Aesculap für kurative Medizin und Hygienia für die Lebensführung. Der Corpus Hippocatum, das erste medizinische Handbuch des Abendlandes spricht von der Homöostase – Aufrechterhaltung des gesundheitlichen Gleichgewichts.

Vor dem 20. Jahrhundert werden als herausragende Ereignisse aus der Geschichte der Prävention/Hygiene die Eindämmung der Infektionskrankheiten durch Impfstoffe von Pasteur, Bering, Koch und Pacini genannt.

Im 20. Jahrhundert werden als besondere Ereignisse aus der Geschichte der Prävention/Hygiene die zweite Proklamation der Ottawa Charta 1986 durch die WHO sowie durch Caplam 1984 durchgeführte Unterteilung in

  • primäre Prävention = Vorbeugung,
  • sekundäre Prävention = Füherkennung,
  • tertiäre Prävention = Rehamaßnahmen,

Die Gesundheitsaufklärung durch das Hygienemuseum in Dresden sowie als übergeordnetes Organ die Bundeszentrale Köln mit der Forschung und Lehre in den Hygieneinstituten der Universitäten sind eingebunden in den Sog des 6. Kondratieff, der ein Gesundheits-Kondratieff ist.


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